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SEO Audit: Deine Website in 15 Minuten checken
work · SEOJuni 20269 Min. LesezeitMax Götte

SEO Audit: Deine Website in 15 Minuten checken

Deine Website sieht gut aus. Das Design stimmt, die Texte sind geschrieben, vielleicht läuft sogar ein bisschen Traffic rein. Und trotzdem passiert nichts. Keine Anfragen. Keine Rankings auf Seite eins. Kein Wachstum seit Monaten. Das Problem liegt selten am Content. Es liegt an dem, was du nicht siehst, an technischen Bremsen, fehlenden Meta-Tags, kaputten Links und Seiten, die Google schlicht ignoriert.

Ein SEO Audit deckt genau das auf. Nicht in Wochen, nicht mit teuren Tools. In 15 Minuten, mit kostenlosen Werkzeugen, die Google selbst bereitstellt. Dieser Artikel zeigt dir sechs Schritte, die du heute durchgehen kannst, und am Ende weißt du, wo deine Website steht und was sie bremst.

// 01 / 10Was ein SEO Audit ist

Kein Hexenwerk. Ein SEO Audit ist eine systematische Prüfung deiner Website auf technische Fehler, inhaltliche Schwächen und verpasste Chancen. Stell dir das wie eine Inspektion vor: Du prüfst Motor, Bremsen und Reifen, nicht weil das Auto kaputt ist, sondern weil du wissen willst, ob es optimal läuft.

Die meisten KMU-Websites haben drei bis fünf gravierende SEO-Probleme, die sie nie bemerken. Fehlende Meta-Descriptions, doppelte Title-Tags, Seiten die nicht indexiert werden, Bilder ohne Alt-Texte. Jedes einzelne dieser Probleme kostet Sichtbarkeit. Zusammen kosten sie Rankings.

// 02 / 10Was du brauchst: Drei kostenlose Tools

Vergiss teure SEO-Suiten. Für einen soliden Basis-Audit reichen drei Werkzeuge, die keinen Cent kosten.

Google Search Console, dein direkter Draht zu Googles Sicht auf deine Website. Hier siehst du welche Seiten indexiert sind, welche Keywords Impressionen bringen und wo technische Probleme liegen. Wenn du nur ein Tool nutzt, dann dieses.

Google PageSpeed Insights, misst die Ladegeschwindigkeit und die Core Web Vitals. Mobile-Werte zählen mehr als Desktop, weil Google Mobile-First indexiert.

Screaming Frog SEO Spider, die kostenlose Version crawlt bis zu 500 URLs und findet kaputte Links, fehlende Meta-Tags und doppelte Inhalte. Für die meisten KMU-Websites reicht das völlig.

Kennzahlen zum SEO Audit

15

Minuten für einen vollständigen Basis-Audit

3–5

Kritische SEO-Fehler auf den meisten KMU-Sites

27%

aller Klicks gehen an Position 1 (Google)

0 €

Kosten für alle drei Tools im Basis-Audit

Kostenlose Tools Bezahlte Tools Wann welches?

Google Search Console — Kostenlos
PageSpeed Insights — Kostenlos
Screaming Frog (bis 500 URLs) — Kostenlos
Google Rich Results Test — Kostenlos

Ahrefs — ab 129 $/Monat
Sistrix — ab 99 €/Monat
Screaming Frog (unbegrenzt) — 209 £/Jahr
threefor.one — Kostenlos testen

Kleine Website (<100 Seiten) — Kostenlose Tools reichen
Online-Shop / >500 Seiten — Bezahlt sinnvoll
Wettbewerber-Analyse — Ahrefs / Sistrix
Schneller Einstieg — Search Console + PSI

// 03 / 10Schritt 1: Indexierung prüfen

Öffne die Google Search Console. Klick auf "Seiten" im linken Menü. Hier siehst du zwei Zahlen: indexierte Seiten und nicht indexierte Seiten. Das Verhältnis sagt dir sofort, ob ein Problem vorliegt.

Wenn mehr als 30 Prozent deiner Seiten nicht indexiert sind, stimmt etwas nicht. Häufige Ursachen: eine fehlerhafte robots.txt die Google aussperrt, noindex-Tags die versehentlich gesetzt wurden, oder Seiten die Google als Duplikat einstuft.

Prüfe auch den Abschnitt "Gründe für Ausschluss". Dort listet Google jeden einzelnen Grund auf, warum eine Seite nicht im Index landet. Die drei häufigsten bei KMU-Websites: "Durch noindex-Tag ausgeschlossen", "Duplikat ohne von Nutzer ausgewählte kanonische URL" und "Gecrawlt, derzeit nicht indexiert".

// 04 / 10Schritt 2: Core Web Vitals messen

Gib deine wichtigsten Seiten in PageSpeed Insights ein. Starte mit der Startseite, dann die Seite, die am meisten Traffic bringt, dann deine wichtigste Leistungsseite. Drei Seiten reichen für den Anfang.

Drei Werte zählen. LCP, Largest Contentful Paint, misst wie schnell das grösste sichtbare Element lädt. Unter 2,5 Sekunden ist gut. INP, Interaction to Next Paint, misst die Reaktionsgeschwindigkeit. Unter 200 Millisekunden ist das Ziel. CLS, Cumulative Layout Shift, misst ob sich Elemente beim Laden verschieben. Unter 0,1 ist gut.

Mobile ist wichtiger als Desktop. Google indexiert deine mobile Version zuerst. Wenn der Mobile-Score unter 50 liegt, hast du ein Performance-Problem, das Rankings kostet.

// 05 / 10Schritt 3: Meta-Tags und Überschriften prüfen

Jede Seite deiner Website braucht einen einzigartigen Title-Tag und eine einzigartige Meta-Description. Klingt banal. Ist trotzdem der häufigste Fehler den wir bei KMU-Websites sehen.

Der Title-Tag sollte unter 60 Zeichen lang sein, das Fokus-Keyword enthalten und einen Grund liefern zu klicken. Die Meta-Description hat maximal 160 Zeichen, enthält ebenfalls das Keyword und endet idealerweise mit einem Call-to-Action.

Die H1-Überschrift muss pro Seite genau einmal vorkommen. Nicht null Mal, nicht drei Mal. Einmal. Sie sollte das Hauptkeyword der Seite enthalten. Screaming Frog zeigt dir in Sekunden welche Seiten keine H1 haben, welche mehrere haben und welche identische Titles nutzen.

Ein Detail das viele übersehen: Bilder ohne Alt-Texte. Jedes Bild braucht eine kurze Beschreibung. Das ist Barrierefreiheit und SEO gleichzeitig. Screaming Frog listet alle Bilder ohne Alt-Attribut in einer eigenen Ansicht.

Du willst nicht alles manuell prüfen? threefor.one scannt deine Website auf 19 SEO-Dimensionen, von Meta-Tags über Core Web Vitals bis Schema Markup.

Schritt 3

Screaming Frog → Crawl starten → Titles, Descriptions, H1, Alt-Texte prüfen

Ziel: Jede Seite hat einzigartigen Title, Description, eine H1, alle Bilder haben Alt-Text