5 Vibe-Coding-Artikel für Entwickler

Vibe Coding ist überall , aber die meisten Artikel sind entweder Fanboy-Posts oder Panik-Pieces. Hier sind fünf, die wirklich etwas zu sagen haben.
1. Simon Willison – Context Engineering (Blog, 2025)
simonwillison.net
Willison ordnet ein, was sich hinter dem Hype verbirgt: Der Shift von cleverem Prompting zu systematischem Kontextdesign. Nüchtern, technisch fundiert, ohne Marketing-Sprache. Die beste Einordnung des Context-Engineering-Shifts. Bezug: Warum der beste Prompt kein Prompt ist.
2. Addy Osmani – Context Engineering: Bringing Engineering Discipline (Substack)
addyo.substack.com
Osmani führt „Context Rot“ als Konzept ein – warum KI-Output über lange Sessions schlechter wird. Der Artikel zeigt, dass Vibe Coding ohne Kontextmanagement in technischen Schulden endet. Bezug: Memories & CLAUDE.md.
3. Giovanni Foglietta – Death to the Prompt Engineer (Substack)
beyondtweets.substack.com
Die ehrlichste Beschreibung, warum Prompt Engineering ein Irrweg war. Foglietta beschreibt seinen eigenen Wandel: weg von Satz-Akrobatik, hin zu strukturiertem Denken. Die persönlichste Perspektive auf dieser Liste.
4. AI Agent Economy – Prompt Engineering Is Dead (Substack)
aiagenteconomy.substack.com
Andrew Ngs Erkenntnis, visualisiert: GPT-3.5 mit agentic Workflow schlägt GPT-4 mit Single-Prompt. Der Artikel macht klar, dass das Modell weniger wichtig ist als die Architektur drumherum. Bezug: Software-Architektur für Vibe Coders.
5. Prompt Engineering Guide – Context Engineering Tutorial
promptingguide.ai
Der technischste Eintrag: Step-by-Step mit Code-Beispielen. Zeigt, wie Context Engineering in echten Agent-Workflows aussieht. Für alle, die nach dem Lesen implementieren wollen. Bezug: Claude Skills erstellen.
Diese Liste wird aktualisiert, wenn neue Highlights auftauchen. Mehr auf while.chat/kaffeeklatsch
Häufige Fragen
// micro-journal
Welchen der fünf liest du zuerst?
Ein Satz reicht. Das Journal bleibt lokal in deinem Browser — kein Konto, kein Server.
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Max Götte
SEO Strategist · Founder · while.chat
SEO-Berater aus Bochum. Schreibt über Psychologie, Neurowissenschaft und das, was zwischen Forschung und Alltag passiert. Kein Newsletter (noch nicht), aber erreichbar per Mail.
FAQ
Was ist Vibe Coding überhaupt?
Begriff von Andrej Karpathy: Programmieren, indem man der KI per Stimme oder Text Intentionen gibt und sie den Code generieren lässt. Der Mensch wird vom Schreiber zum Direktor. Klingt entspannt, hat aber einen Haken – ohne Architektur und Kontextmanagement entstehen schnell unwartbare Codebases.
Welcher Artikel ist der wichtigste für Einsteiger?
Simon Willisons Context-Engineering-Post. Er ordnet ein, was hinter dem Hype steckt: der Shift von cleverem Prompting zu systematischem Kontextdesign. Nüchtern, technisch fundiert, ohne Marketing-Sprache. Wer den verstanden hat, hat die mentale Grundlage für den Rest.
Was ist Context Rot und warum ist es ein Problem?
Addy Osmanis Konzept: KI-Output wird über lange Sessions schlechter, weil sich Kontext-Fragmente widersprechen, veralten oder den Aufmerksamkeitsraum des Modells verstopfen. Vibe Coding ohne aktives Kontextmanagement endet in technischen Schulden – alle paar Stunden braucht es eine Reset-Routine.
Stimmt es, dass GPT-3.5 mit gutem Workflow GPT-4 schlägt?
Andrew Ng hat das in seinen Vorträgen mehrfach gezeigt. Ein agentic Workflow mit Schleifen, Tools und Reflexion bringt aus einem schwächeren Modell oft bessere Ergebnisse als ein stärkeres Modell mit Single-Prompt. Die Architektur drumherum schlägt das Modell. Diese Erkenntnis ist der zentrale Hebel von Vibe Coding.
Reichen die fünf Artikel oder brauche ich mehr?
Für den Einstieg reichen sie. Wer alle fünf in einer Stunde liest, hat mehr Klarheit als nach drei Monaten LinkedIn-Hot-Takes. Für die Vertiefung empfehlen sich Karpathys Originaltext, die Anthropic-Docs zu Skills und MCP, sowie eigene Experimente – Lesen ohne Bauen bleibt theoretisch.